Aus der Depression zur Lebensfreude: Das Zeugnis von Bigi Seitz

Wenn Bigi Seitz heute auf ihr Leben zurückschaut, ist sie dankbar. Dankbar, dass sie Gott finden durfte. Denn ihr Leben war geprägt von Depressionen, Angstzuständen und Leid. Doch dann lernte sie Gott kennen, der sie davon befreite. Sie erzählt „Meine Geschichte mit Gott“.

„Hier könnt ihr lesen, was Gott aus den Scherben meines Lebens getan hat. Mein Wunsch ist es andern Hoffnung zu geben, dass Gott soviel in unserm Leben tun kann, viel mehr als wir uns jemals vorstellen können.

Bildschirmfoto 2016-04-24 um 13.12.47Vor vielen Jahren war ich depressiv, hatte schlimme Angstzustände, musste dagegen Medikamente nehmen, die mich stark abhängig machten und sah absolut keinen Sinn mehr in meinem Leben. Dazu kam die Angst vor der Angst, die das Ganze nur verschlimmerten. Es war ein Teufelskreis. Morgens wenn ich aufstand, überkam mich jedes Mal so eine Schwere auf meiner Seele, die mich fast zu Boden drückte. Das Schlimmste war, dass ich das Gefühl hatte, kein Mensch versteht mich. Ich wusste ja selber nicht was mit mir los war.

Ich hätte zu dieser Zeit jede andere Krankheit in Kauf genommen, da hätte man wenigsten gesehen, dass ich krank bin. Aber bei seelischen Krankheiten, da sieht niemand, wie schlecht es dir wirklich geht. Ich hätte den ganzen Tag nur heulen können und dazu die Angstzustände waren unerträglich geworden. Aus dem Haus zu gehen war ein richtiges Marathonlaufen für mich. Nur schon zum Einkaufen um die Ecke war so schlimm , dass ich jedes Mal vorher Beruhigungsmittel nehmen musste. An der Kasse im Supermarkt bekam ich Herzklopfen, Schwindel und Schweißausbrüche. Es kam vor, dass ich in der Panik den Einkauf stehen ließ und aus dem Laden stürmte.

Der Hilfeschrei nach Gott

In der Freizeit noch schöne Dinge zu unternehmen war sowieso nicht mehr möglich. Das Leben war eine Qual geworden… es wurde dann so schlimm, dass ich eines abends keinen Ausweg mehr sah und ich Angst hatte, mir was anzutun. Gott sei Dank hatte ich wenigstens diese Angst noch. In der Not schrie ich zu Gott: “Wenn es dich wirklich gibt, dann bitte hilf mir!“ Die Antwort blieb nicht lange aus.

„Gott ,wenn es dich wirklich gibt, dann bitte hilf mir!“. Das war mein Hilfeschrei zu Gott . Ich hatte schon 2 Jahre Psychotherapie hinter mir, 10 Kilo abgenommen (was der einzige positive Nebeneffekt war) wobei von den vielen Psychopharmaka die mich nur ruhig stellten und mein Leben etwas erträglicher machten, hatten ich die schnell wieder drauf . Meine langjährige Freundin sagte mir schon damals immer wieder: „Dir kann nur noch Gott helfen. “ Aber irgendwie konnte ich mir einen Gott, der einem bei solchen Dingen hilft, nicht vorstellen.

Begegnung mit einer Christin

Für mich war Gott weit oben im Himmel der sich kaum für mich interessierte. Und außerdem war mein Leben zu dieser Zeit alles andere als gottgefällig. Auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit hatte ich mich auf viele Dinge eingelassen, die mich schlussendlich nur noch tiefer verletzten und meine Not noch vergrößerten. Ein paar Tage nach meinem Hilfeschrei zu Gott, lernte ich durch meine kleine Tochter eine Frau kennen, zu der ich schnell Vertrauen fasste und ihr von meinen Nöten erzählte. Auch von ihr hörte ich schnell die Antwort: „Ich kenne Einen der dir helfen kann. Das ist Jesus.“

Sie erzählte mir dann, dass er sich für meine Probleme interessiert und mir helfen will. Dass er genau dafür  für uns am Kreuz gestorben ist, um uns zu befreien von Sünde und Krankheit und Gebundenheit. Sie erklärte mir, dass wir Menschen durch Sünde getrennt sind von Gott. Oh ja, in meinem Leben hatten sich viele Sünden angehäuft. Große und kleine, die sich nun wie eine schwere Kette um mein Herz gelegt hatten, die mich fast zu Boden drückten.

Dazu kamen all die Verletzungen in meiner Seele, weil ich sehr viel Ablehnung erfahren hatte. Ich trug Groll gegen diese Menschen in mir, obwohl mir das damals noch nicht so bewusst war. Und auch das waren weitere Glieder an meiner Kette. Ich war so belastet mit Sünde und seelischen Verletzungen, dass mein Leben unerträglich geworden war.

Kann man Gott einfach seine Sorgen bringen?

Meine neue Bekannte sagte mir dann, ich könne all diese Last die mich so zu Boden drückte, Jesus ans Kreuz bringen. Den ganzen schweren Rucksack bei ihm lassen. Was für ein Angebot…….. Gibt es das wirklich, all meinen Mist einfach abwerfen? Nochmal von vorne beginnen? Wer hat sich das nicht schon gewünscht? Das wäre ja zu schön um wahr zu sein. Ich sagte meiner Kollegin, ich möchte das Angebot annehmen und käme am Nachmittag zu ihr. Ich konnte nicht wirklich glauben, dass es Gott wirklich so gibt und er mir da raus helfen konnte. Ich bat Gott um ein Zeichen….. Und das Zeichen seiner unglaublichen Liebe geschah.

Ich war also bereit, diesem Jesus meine ganze Last zu bringen. Ich sagte ihm, wenn das wirklich Alles stimmt, was meine Kollegin da erzählte, dann bitte sende mir heute Nachmittag einen Sonnenstrahl. Das Außergewöhnliche an diesem Wunsch war, dass es ein düsterer Novembertag war. Grau, neblig und verhangen, keine Hoffnung auf etwas Sonne.

Und dann strahlte die Sonne

Ich ging also wie abgemacht am Nachmittag zu ihr, meinen Wunsch an Gott hatte ich schon längst wieder vergessen. Und sowieso, irgendwo war dieser Wunsch eh so etwas von unrealistisch. Als ich bei meiner Kollegin war, sprachen wir noch etwas über meinen Schritt und wollten nun zum Gebet übergehen. Wir saßen also am Esstisch und sie kam auf die Idee, uns unten an den Salontisch im Wohnzimmer zu setzen, da es dort etwas gemütlicher war. Wir begannen also zu beten. Das Wetter war immer noch unverändert, einfach düster und trostlos.

Ich begann, Jeus mein Herz auszuschütten, bat ihn um Vergebung all meiner mir bewussten Sünden, auch die, wo ich Menschen verletzt hatte, meine Herz wurde leichter und leichter und auf einmal merkte ich, wie es hell um uns wurde. Ich öffnete kurz die Augen und konnte nur noch staunen. Wir wurden von einem Sonnenstrahl umgeben und mir liefen die Tränen nur noch so die Wangen herunter. Genau dort, wo wir saßen, hatte sich die Sonne für einen kurzen Moment gezeigt. In der ganzen Wohnung nicht, nur an unserem Platz, wo ich in diesem Moment die wichtigste Entscheidung meines Lebens traf.

Ich übergab Jesus mein verpfuschtes, sinnloses Leben und ließ ihn in mein Herz. Ich sagte ihm, ich wolle von nun an mit ihm durchs Leben gehen. Mit ihm an meiner Seite. Als mir so die Tränen die Wangen herunterliefen, erzählte ich meiner Kollegin von meinem Wunsch an Gott, wegen des Sonnenstrahls und wir weinten beide vor Freude über dieses Geschenk.

Die Sünden-Kette zerbricht

12782318_950621908347803_1360275119_nVielleicht denkst du, dass war sicher Zufall. Ja, vielleicht, aber für mich persönlich war es ein Zeichen, an dem ich mich heute noch freue. Ich weiß, wir haben einen Gott, der heute noch Wunder tut. Der dir einen Engel sowie einen Sonnenstrahl oder was auch immer schicken wird als Zeichen seiner Liebe.

Ich hatte nun meine ganze Schuld, die sich in meinem Leben angehäuft hatte, zu Jesus ans Kreuz gebracht. Ich merkte wie es mir ums Herz immer leichter wurde und es sich mit Freude und Frieden füllte. Es kam mir vor, als hätte sich die Kette, die mich jeden Tag fast zu Boden drückte, Glied für Glied gelöst, bis zum letzten Glied. Alles war einfach weg und es kam mir wirklich vor, als ich anschließend mit dem Fahrrad nach Hause fuhr, als könne ich fliegen. So eine Leichtigkeit, so eine Freiheit. Jesus hatte mir alles weggenommen. Meine Sünden die mich von ihm trennten.

Dabei spielt es keine Rolle ob große oder kleine, Sünde trennt von Gott und der Gemeinschaft mit ihm. „Darin sind alle Menschen gleich, alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, das Gott gefallen könnte“ Römer 3,23.

Die Lebensfreude kehrt zurück

Nachdem ich mein Leben Jesus übergeben habe, begann ich nun Schritte im Vertrauen auf ihn zu unternehmen. Alles was mir vorher nicht mehr möglich war, tat ich nun im Vertrauen, dass ich nicht mehr alleine bin, sondern er bei mir ist. Ich begann wieder unter die Leute zu gehen, ohne dass ich gleich wieder Angstzustände bekam oder ich vorher Beruhigungstabletten nehmen musste. Natürlich Step by Step.

Innerhalb kurzer Zeit wurde ich gesund und konnte auch die Psychopharmaka langsam reduzieren bis ich sie eines Tages gar nicht mehr brauchte. Meine Hinwendung zu Jesus gab mir meine Lebensfreude wieder zurück. Ich hatte die Gewissheit, dass mir alle meine Sünden vergeben sind. Dass ich durch meine Umkehr von meinen falschen Wegen wieder Zugang zu meinem Vater im Himmel habe und ich mit ihm reden kann wie eine Tochter zu ihrem Vater. Und mit seiner Kraft konnte ich beginnen ein Leben zu führen, das mir nicht mehr schadete, noch die Gemeinschaft mit meinem Vater im Himmel betrübt.

Ich hatte es nicht mehr nötig, Anerkennung bei andern Menschen zu suchen, weil ich wusste, Gott liebt mich wie ich bin, auch wenn ich Fehler mache. Ich bin ein Mensch und werde bis zu meinem Tod Fehler machen. Aber ich bin auch bereit mich von Gott verändern zu lassen, mir von ihm aufzeigen zu lasse, wenn ich daneben bin und mit seiner Hilfe das in Angriff zu nehmen. Und wenn ich falle, hilft er mir in seiner unbeschreiblichen Liebe wieder auf.

Ihm mein Leben anzuvertrauen war die beste Entscheidung in meinem Leben und heute bin ich ihm von Herzen dankbar, dass er diese schwere Zeit zugelassen hat, sonst hätte ich nie zu ihm gefunden. Ein Leben mit ihm, ist mehr wert als alles Gold und Silber dieser Welt.“

 


Zu Bigi Seitz: Sie teilt ihren Glauben auf ihrer Facebook-Seite „Hoffnung für dich“ und ist Gast-Autorin bei „Meeting Jesus„. Das Bild von ihr hat sie als Facebook-Profilbild, den Bibelvers hat sie uns mit ihrem Zeugnis geschickt. Die Rechte liegen nicht bei uns, sondern bei ihr.

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5 Gedanken zu “Aus der Depression zur Lebensfreude: Das Zeugnis von Bigi Seitz”

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