#Osternbedeutet: Wer ist Judas Iskariot?

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Verrät Jesus: der Jünger Judas Iskariot. Er bekommt dafür von den Priestern 30 Silberstücke als Belohnung. Fotos: Flickr.com/Waitingfortheword

Jesus kam in die Stadt, wurde von vielen Bewohnern auf seinem Esel mit Palmblättern freudig empfangen. Einige Zeit später starb er am Kreuz, unter anderem wegen der selben Leute, die einst ihren neuen König bejubelten. Doch das tat er nicht umsonst: Er starb für deine, meine, unsere Sünden und stand nach drei Tagen wieder von den Toten auf.  In der Aktion #Osternbedeutet wollen wir gemeinsam mit dir den ganzen März lang die biblische Ostergeschichte ganz neu erleben. Dieser Artikel gehört zu Tag 3 und beantwortet die Frage: “Wer ist Judas Iskariot?”. Er bezieht sich auf die Bibelstelle Matthäus 26, 14-16 (im Bild).

Osternbedeutet_Tag_3_Judas_IskariotEigentlich hätte sich Judas Iskariot glücklich schätzen, ja sogar als jemand Besonderes fühlen können. Denn Jesus hatte ihn gemeinsam mit elf weiteren zu seinen Jüngern gemacht. Er durfte also täglich Zeit mit Gott verbringen, von ihm lernen, bei den Wundern ganz nah dabei sein.

Doch sein Glaube war zu schwach, beziehungsweise die Begierden der Welt zu groß. So machte der eigentliche Christ den Priestern ein unmoralisches Angebot: Er wollte für Geld seinen Meister, der ihm vertraute, verraten. Die Gegenleistung: 30 Silberstücke. Was sich als Zahl recht wenig anhört, haben Experten versucht umzurechnen. Heute soll das Geld etwa 10.000 Euro wert sein. Nicht gerade wenig, aber natürlich nicht gerechtfertigt gegenüber einem Menschenleben, das als Folge geopfert würde.

Doch was hatte Judas Iskariot überhaupt für ein Problem mit Jesus? Hatten sie Streit oder wollte er Anerkennung? Der Grund dafür, dass Judas Iskariot zum Verräter wurde, steht in Johannes 13,2:  „Jesus aß mit seinen Jüngern zu Abend. Der Teufel hatte Judas, dem Sohn von Simon Iskariot, schon den Gedanken eingegeben, Jesus zu verraten.“

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Das Zeichen des Verrats: Judas Iskariot küsst Jesus.

Gegen die Macht des Teufels hatte Judas Iskariot keine Chance. Und Gott, der einzige, der die Kraft gehabt hätte, griff nicht ein, da es so geschehen musste. Wäre alles anders gelaufen, würden wir Menschen jetzt schön blöd dreinschauen. Denn ohne die mögliche Vergebung der Sünde durch Jesu Tod am Kreuz, wäre unser Sterben endgültig und das Ewige Leben nach dem Tod nicht möglich.

Und Judas Iskariot lebte nach dem Verrat glücklich und zufrieden mit seinem Reichtum? Nein. Scheinbar muss der Teufel den einst treuen Jesus-Jünger wieder verlassen haben. Denn plötzlich wurde ihm klar, was er da getan hatte. Mit einem Kuss auf die Wange seines Meisters, besiegelte er Jesu Todesurteil.

„Als der Verräter Judas erfuhr, dass Jesus hingerichtet werden sollte, packte ihn die Reue und er brachte die dreißig Silberstücke zu den führenden Priestern und den Ratsältesten zurück.  Er sagte zu ihnen: »Ich habe eine schwere Schuld auf mich geladen; ein Unschuldiger wird getötet und ich habe ihn verraten.« »Was geht das uns an?«, antworteten sie. »Das ist deine Angelegenheit!« Da warf Judas das Geld in den Tempel, lief fort und erhängte sich.“ (Matthäus 27,3-5)

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